// Tofu schmeckt nicht! Oder doch? Teil 1

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Wenn Veganer keine Steine und kein Gras essen, dann gibt es für sie Tofu. Ist doch klar! Ich denke, dass der ein oder andere sicher schon damit konfrontiert wurde, dass Tofu ja eklig wäre und nach gar nichts schmecken würde. So etwas wolle man sich nicht antun, warum auch, wenn das Steak vom Grill doch so viel besser schmeckt.
Was diese Menschen gerne vergessen, ein Steak vom Grill schmeckt ganz anders, als das rohe Stück umzubereitetes Fleisch, was es einmal gewesen ist. Ähnlich verhält es sich mit Tofu und anderen Trockensojaprodukten, diese wollen auch zubereitet und gewürzt werden, damit sie eine Gaumenfreude darstellen können.

Wir möchten euch gerne ein paar Möglichkeiten zeigen, wie man aus Tofu- und anderen Sojaprodukten mehr machen kann. Denn neben Marinaden und Gewürzen gibt es auch ein paar Tricks, wie man mit der Zubereitung noch einiges machen kann. Und da der Artikel etwas länger geworden ist, als gedacht, gibt es zwei Teile. Hier geht es um den klassischen Tofu an sich und im nächsten Beitrag gibt es Infos zu Trockenprodukten.

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Tofu von Gut Bio, erhältlich bei Aldi Nord und Netto

 

Zum Tofu.
Bei den Tofublöcken fängt es schon an, dort sollte man schon wissen, was man vorhat und welcher Tofu dafür am besten geeignet ist. Die Tofumarken, die in Supermärkten und Bioläden erhältlich sind unterscheiden sich oft in der Konsistenz. So ist zum Beispiel der Tofu von Aldi (Nord) eher fest, während der im Asialaden oft sehr „fluffig“ ist. Festen Tofu kann man zum Beispiel wunderbar für Gemüse-Grillspieße benutzen, auch Räuchertofu ist dafür eine denkbare Möglichkeit.
Sehr weichen Tofu kann man leichter zerdrücken und mit einer leckeren Soße als Füllung für Paprika oder Auberginen benutzen.

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Marinierter Tofu als Grillspieß

Falls man keinen Asialaden oder einen Händler mit einer „weichen“ Tofumarke in der Nähe hat, kann man auch sehr leicht aus harten Blöcken fluffige Tofus machen. Das Geheimnis ist der Gefrierschrank oder die Kühltruhe, einfach einmal durchfrieren lassen und wieder auftauen. Wichtig ist danach den Block gut auszudrücken, zum Beispiel zwischen zwei Frühstücksbrettern. Die Tofublöcke funktionieren nämlich ein bisschen wie Schwämme, drückt man nun die Flüssigkeit aus und legt sie nachher in Marinade ein, nehmen sie diese viel besser auf!
Auch den weichen aus dem Asialden tut es gut, wenn man sie ausdrückt. Falls man eh vorhat, den Tofu später kleingeschnitten zu servieren empfiehlt es sich ihn schon vor dem marinieren in die gewünschte Form zu bringen und dann in die Marinade zu legen. Man sollte dem Tofu etwas Zeit geben, 12 Stunden sollten es schon sein, wenn er komplett „durchziehen“ soll.
Danach kann man ihn in den Rest des Arbeitsablaufes beim kochen einbringen, es lässt sich damit eigentlich alles machen, was man mit Fleisch auch machen kann: z.B. braten, backen oder frittieren.

Ein Rezept, wo eigelegter Tofu gut zu passt, findet ihr hier. Dabei ist auch ein Rezept für eine dunkle Marinade. Ein Rezept für eine helle Senfmarinade wäre diese:

  • 4 EL Senf
  • 2 EL Weißweinessig
  • 2 EL Rapsöl
  • 2EL Ahornsirup
  • Knoblauch
  • Dill
  • zum abschmecken Salz, Pfeffer & Zucker

Möchte man den Tofu anbraten, muss man ihn nicht unbedingt einfrieren, vor allem nicht, wenn er eher bissfest bleiben soll. Hat man keine Trockensojaprodukte und möchte gerne etwas in Richtung gebratene „Fleischstreifen“ machen, kann man ihn auch gleich in Steifen schneiden. Diese Streifen dann mit Salz bestreuen und etwa 15 Minuten liegen lassen, das Salz zieht Feuchtigkeit aus den Streifen, was das braten nachher erleichtert. Das Salz danach abwischen und die Streifen in die Pfanne hauen. Knoblauch und Zwiebeln beim anbraten verleihen schon eine gewisse Grundwürze und auch das Salz ist ja ein bisschen eingezogen. Man kann jetzt noch mit weiteren Gewürzen experimentieren, es gibt zum Beispiel auch in Bioläden und im Online-Versand spezielle Würzmischungen à la Steak oder ähnliches. Diese können Einsteigern das Leben erleichtern oder sehr praktisch sein, wenns mal schnell gehen muss.

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